Ja, Panik!

Feuilleton | aus FALTER 49/08 vom 03.12.2008

Die japanische Burgschauspielerin Sachiko Hara kämpft mitreißend mit der deutschen Sprache

Porträt: Wolfgang Kralicek

Für eine Japanerin spricht Sachiko Hara ausgezeichnet Deutsch. Sogar zwischen den Konsonanten R und L kann sie unterscheiden, wozu die meisten ihrer Landsleute nicht fähig sind. Allerdings gehört es in ihrem Beruf zu den Minimalanforderungen, sämtliche Buchstaben zu beherrschen. Sachiko Hara ist Burgschauspielerin – und dafür spricht sie erstaunlich schlecht Deutsch.

Für Fundamentalisten, die das Burgtheater als Museum des Schönsprechens begreifen, ist diese Schauspielerin eine Zumutung. Für Besucher aber, die Theater als zeitgenössische Kunstform verstehen, ist Sachiko Hara eine spannende Erscheinung. Wie keine andere verkörpert sie, worum es im Theater geht: den Kampf des Körpers um die Sprache.

Unter all den Burgschauspielern um sie herum ist sie ein Fremdkörper, im wahrsten Sinn des Wortes. Für psychologisch-realistische Rollengestaltung fehlen ihr die

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