Wir sind Bananenrepublik

Stadtleben | aus FALTER 49/08 vom 03.12.2008

Die Banane wird erst ab Inzersdorf essbar. Dort steht Europas modernste Bananenreiferei

Reportage: Heike Hausensteiner

Wann ist eine Banane frisch? Man bricht sie in der Mitte, presst sie wieder zusammen, und aus der Schale tritt Latex aus. Der Reifemeister misst die Temperatur, Farbe und Druckstellen der Bananen. So kontrolliert er stichprobenartig die Qualität der rund 1100 Kisten, die täglich entladen werden. Dabei darf es nicht „bananig“ riechen, sagt Ljubiša Jovic im dunkelgrünen Arbeitsmantel. „Wenn ich eine Ladung zum ersten Mal sehe, und es riecht so, weiß ich, oje, das ist eine schlechte Lieferung.“ Denn, erklärt der gebürtige Serbe Jovic, der Geruch entstehe erst, wenn die Bananen schon erste braune Fruchtflecken haben. Landen sie in einem solchen Zustand bei der Josef Ahorner GmbH in Inzersdorf, werden sie gleich aussortiert.

Wichtig ist, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Nach der Ernte in Lateinamerika werden die Bananen auf 14 Grad gekühlt. Sonst reifen


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