Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Eigenbräu

Stadtleben | aus FALTER 49/08 vom 03.12.2008

Die Biermaschine: zehn Liter Selbstgebrautes in nur elf Tagen

Spricht man mit irgendwelchen Braupionieren, dann kommen da durchaus immer wieder die Anfänge im Badezimmer oder die Belastung der Wohnsituation aufgrund der Umfunktionierung der Küche zum Maischekocher zur Sprache. Derartige Unbill kann man sich mit den diversen am Markt befindlichen Miniaturbrauereien ersparen, deren Nachteil allerdings ist, dass sie grottenschlechtes Bier ergeben.

Ein neues und besonders handliches Gerät, hergestellt nach einem kanadischen Patent in Dallas, schafft zehn Liter wirklich brauchbares Bräu, wenngleich es fast schon zu einfach geht, um ernst genommen zu werden: Das tintenstrahldruckergroße Fässchen wird einfach mit Wasser befüllt, dann kommt ein Sackerl mit gebrauchsfertiger Braumischung – 28 verschiedene Sorten, darunter ein Canadian Light Ale, Irish Stout, Pale Ale – und Hefe hinein. Das ganze gärt dann vier Tage bei Zimmertemperatur, dann muss das Fass für eine Woche in den Kühlschrank. Anschließend schraubt man eine Kohlensäurepatrone ein, fertig!

Das Canadian Light war erstaunlich, das Stout sogar richtig gut, man kann in Gasthof- und Kleinbrauereien jedenfalls durchaus schlechteres Bier trinken. Das Gerät kann man bei The Beer Machine (4., Operngasse 26/Faulmanng., www.biermaschine.at) kaufen (€ 156,–) oder es testweise für zwei Wochen mieten (€ 35,–).

Qualitative Experimente mit Mischungen, Zusätzen, Temperaturen sind dann ganz bestimmt auch möglich. fh


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