Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 49/08 vom 03.12.2008

Sätze, die keiner braucht, die aber gesagt werden

Mein Gott, wir sehen uns ja auch fast jeden Tag! So früh im Jahr schon so ein Schnee! Gibt’s die Herzl-Weinstub’n eigentlich noch? Du, ich glaube, durchtauchen ist jetzt angesagt! Und sonst? Viel zu tun, ja, aber: besser als umgekehrt! Dafür, dass du nur drei Stunden geschlafen hast und dir gestern den Schädel weggesoffen hast, schaust du eh gut aus! Vielleicht passt’s wieder mal!

Solange die Angestellten des renommiertesten Feinkostladens der Stadt auf Nachfrage nicht wissen, wo sich das Schauspielhaus befindet, gibt es für uns Theaterleute noch viel zu tun. Das mit der neuen Regierung, ha! Das wird nix!

Dass der Michael Jackson jetzt Moslem ist, hätten wir uns auch nicht gedacht, ha, früher. Weißt was, andere Mütter haben auch schöne Töchter! Es gibt in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz für rechtsradikale Tendenzen! Es gibt keinen spannenderen Weg, als in der Kommunalpolitik Dienst zu tun!

Die häufigsten Auslöser für Stress am Arbeitsplatz sind übrigens unsichere Arbeitsverhältnisse, hoher Termindruck, unflexible und lange Arbeitszeiten, Mobbing sowie Unvereinbarkeit von Beruf und Familie. Hauptsache g’sund!

Und, noch fest am Studieren?

Man darf nicht vergessen: Die Moderne ist auf einem Parallelogramm antagonistischer psychopolitischer Energien aufgebaut. Ein klares Ja zur nachhaltigen Förderung von Jugendkultur!

Dramatiker Johannes Schrettle ist zwar kaum in Graz, dennoch weiß er immer was von dort zu berichten


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