Kommentar

Haas Haus abreißen? Die Architekturkritik steckt in der Krise

Architekturdebatte

Falter & Meinung | Wolf D. Prix | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Endlich! Endlich gibt es wieder etwas zu lachen in der Architekturszene, der das Lachen schon lange vergangen ist.

Endlich gibt es wieder Polemik. Denn wenn man die „Sager“ der beiden „prominenten Architekturkritiker“ Georg Franck und August Sarnitz (siehe Falter 49/08) ernst nähme, dann müsste man drei Schlussfolgerungen ziehen:

Erstens: Wien beziehungsweise Österreich hat keine kompetenten Architekturkritiker.

Zweitens: Wien beginnt wieder die „Hauptstadt der Spießer“ zu sein. Ein Titel, den gerade Berlin in den letzten Wochen durch den Wettbewerb für den Wiederaufbau des Stadtschlosses für sich beansprucht hat.

Drittens: Ein Kritiker beschreibt nicht das Objekt der Kritik, sondern sich selbst.

Im Falter-Interview von letzter Woche zeigte sich der Architekturtheoretiker Georg Franck angeekelt über die Präsenz von Architekten in den Medien. Er versucht damit, sein langweiliges und daher unverkäufliches Buch medial interessant zu machen. Er verfolgt die Dackelstrategie und


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