Der „größte Diebstahl der Menschheitsgeschichte“

Politik | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Der Journalist Misha Glenny dokumentiert Methoden und Macht des weltweiten organisierten Verbrechens

Rezension: Martin Zorn

Es ist eine Reise in die globalisierte Unterwelt, die der britische Journalist Misha Glenny in seinem Buch dokumentiert. 300 Interviews hat er zwischen 2004 und 2007 mit Mafiabossen, Mitläufern, Polizisten, Journalisten und Politikern auf der ganzen Welt geführt – unter anderem in Russland, Bulgarien, dem ehemaligen Jugoslawien und Kolumbien. Das Bild, das er zeichnet, verstört.

Im ehemaligen Jugoslawien waren es westliche Handelssanktionen, die die Bevölkerung in bittere Armut gestürzt und die Nachbarländer, besonders Bulgarien, massiv wirtschaftlich geschädigt haben. So wurde die ganze Region zum Nährboden für die Mafia: Blitzartig organisierte sich ein Netz aus Geschäftsleuten und Mafiosi mit dem Ziel, die Sanktionen zu umgehen. Die verarmende Bevölkerung Serbiens musste Wucherpreise für Benzin und andere Güter des täglichen Bedarfs zahlen und schuf


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