Im Zimmer 11 organisiert die ÖGB-Jugendabteilung Demos gegen Jobabbau

Politik | Stefan Apfl | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Wer sich am Laurenzerberg 2 seinen Weg zur ÖGB-Jugendabteilung durch verwinkelte Gänge und zahlreiche Türen bahnt, der gelangt zum Zimmer 11. „Zutritt verboten“ steht auf der Tür. Einer von vielen witzigen Sprüchen, die hier neben Abbildungen Che Guevaras und halbnackter Frauen an den Wänden kleben. Um die Demo gegen Jobabbau bei der Telekom Austria zu organisieren, hatte die ÖGB-Maschine tagelang gerattert. Die Jungfunktionäre hatten mit am Rad gedreht, um 500 Unzufriedene zu mobilisieren. Wie es war? „Sehr kalt“, sagt eine Funktionärin. Am Tag danach liegen im Zimmer 11 Plakate und Fahnen vom Aufmarsch in der Ecke. Für die gesamte Jugendvertretung galt bei der Demo Anwesenheitspflicht. Bloß ein Lehrling musste in der Berufsschule bleiben. Wie viele Junggewerkschafter vertritt die Abteilung überhaupt? Ratlosigkeit. Die Kollegin, die die Antwort kennt, ist mit ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer (SPÖ) ins Sozialministerium gezogen


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