Vincent van Gogh steckt Dürers Albrecht in den Sack

Die Van-Gogh-Ausstellung in der Albertina brach alle Besucherrekorde. Eine späte Genugtuung für die Niederlande

Feuilleton | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Reportage: Klaus Nüchtern

Diesmal nicht! Diesmal wird die Superausstellung, in der noch der größte Kunstbanause gewesen sein wird müssen, nicht versäumt – koste es, was es wolle. Und € 9,50 für ein Ticket sind auch keine unüberwindbare Hürde. Abschreckender wirkte da wohl die Aussicht auf elendslange Wartezeiten. Aber mit 40 Minuten war man am letzten Donnerstagnachmittag dann doch ganz gut bedient.

Direktor Klaus Albrecht Schröder war eine Woche vor Ausstellungsende noch einmal im ORF angetreten, um Alfred Dorfer im Rahmen des Kulturmontags interessante Fragen zu beantworten („Er ging dann in die Provence?“) und seine persönliche Sicht auf van Gogh darzulegen. Würde eine derartig teleologische Geschichtsauffassung außerhalb der Kunst formuliert, sie würde als Theologue oder Hegelmarxismus abgetan werden. Aber gegenüber den Genossen haben die Artgenossen doch einen Pathos-bonus, und so lässt man ihnen diese Form von Befreiungstheologie widerspruchslos durchgehen: Van


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige