Working Class Girl

Feuilleton | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Ken Loachs jüngster Film „It’s a Free World…“ hat vor allem eine(s) zu bieten: die famose Kierston Wareing

Porträt: Joachim Schätz

Sie sind jung, frech und selbstständig und haben ein T-Shirt-fähiges Logo: Über eine attraktive Motorradfahrerin spannt sich ein Regenbogen, darunter steht der Unternehmensname – „Angie and Rose’s Recruitment“. Weil sich die beiden Londoner WG-Gefährtinnen um die 30 nicht länger von einer wackeligen Assistentinnenstelle zum nächsten unterbezahlten Callcenterjob hangeln wollen, haben sie eine Agentur zur Vermittlung von Leiharbeit gegründet.

Mit Angies einschlägigem Know-how stellen sie ein Heer an erwerbslosen Migranten und Migrantinnen zusammen und beliefern damit den florierenden Arbeitsstrich der britischen Baustellen, T-Shirt-Fabriken und Erdbeerplantagen. Von den Dumpinglöhnen zweigt die Ich-AG fiktive Steuern in die eigene Tasche ab, bald bevorzugt man illegale Einwanderer: Die sollen leichter zu handhaben sein.

Von der Deregulierung


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