Keine Melange, bitte

Feuilleton | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

HipHop instrumental: Der Wiener Dorian Concept entlockt seinen kleinen Elektronikkisten große Musik

Porträt: Florian Obkircher

Der Synthesizer ist weg! Als Dorian Concept vor drei Wochen am Flughafen Wien bemerkte, dass sich sein geliebtes Minikeyboard MicroKorg nicht im Gepäck befand, war es schon zu spät. Vielleicht hatte er ihn in Barcelona vergessen, wo er nachts zuvor einen fulminanten Gig gespielt hatte, vielleicht aber auch im Taxi.

Nicht der beste Moment für einen solchen Verlust, denn für Dorian Concept geht’s gerade richtig los. Der 24-jährige Wiener bringt dieser Tage gleich vier Platten heraus und ist jedes Wochenende unterwegs. Von London, wohin ihn die BBC-Musikconnaisseure Benji B und Gilles Peterson einladen, bis Amsterdam, wo sein neues Label Kindred Spirits residiert.

Mit besagtem Synthesizer hat sich der Musiker eine spezielle Spielweise zugelegt, die seine Zuhörer und vor allem -schauer in Staunen versetzt. Wie im Zeitraffer fegt er über die Miniklaviatur, schraubt

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