Einigkeit und Recht und Österreich

Feuilleton | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Wie Österreich einst zur schönsten Nationalhymne der Welt kam – und sie gleich zweimal wieder verlor

Hymnenbericht: Carsten Fastner

Zu oft hatte der Wiener Stadthauptmann Franz Josef Graf von Saurau (1760–1832) die durchschlagende Begeisterung der feindlichen französischen Truppen erleben müssen, als dass er nicht genau um die befeuernde Kraft der Musik gewusst hätte – und was seinen eigenen Mannen fehlte:

„Oft habe ich bedauert, dass wir nicht (…) ein Nazionallied hatten, das geeignet wäre (…) in den Herzen aller guten Österreicher jenen edlen Nazionalstolz zu wecken, der zur energischen Ausführung jeder von dem Landesfürsten als nützlich erkannten Maßregel unentbehrlich ist.“

Es war die Zeit des ersten Koalitionskrieges, die Monarchien Europas hatten sich mit Österreich und Franz II. gegen Frankreich, die neue Republik, verbündet – und konnten doch nichts gegen die revolutionären Brigaden ausrichten, die im Takt der Marseillaise von Sieg zu Sieg marschierten.


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