Frau Farce

Feuilleton | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Tragödie von hinten: Felicia Zeller beschreibt in ihrem Stück „Kaspar Häuser Meer“ den hysterischen Alltag am Jugendamt kann und warum Bonn und die Musik ist von Beethoven

Porträt: Wolfgang Kralicek

Wer Felicia Zeller googelt, stößt ziemlich schnell auf die Homepage der Landessexklinik Baden-Württemberg. Dort kann man die Autorin in exotischen Stellungen („Esslinger Kopfstand“) sehen. In diesem alten Internetprojekt versucht Zeller, einem durch und durch humorlosen Sujet wie der Pornografie etwas Komisches abzugewinnen.

Ähnliches gilt auch für „Kaspar Häuser Meer“, das aktuelle Stück der Dramatikerin. Das Theater in Freiburg hatte Zeller damit beauftragt, ein Stück über Kindesmisshandlung zu schreiben, Arbeitstitel „Kevin tot zu Haus“. Anlass war der sogenannte „Fall Kevin“: In Bremen war 2006 ein zweijähriger Bub tot im Kühlschrank seines Ziehvaters gefunden worden; das Jugendamt hatte die Katastrophe nicht verhindern können.

Die 38-jährige Felicia Zeller


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