Weihnachtsbeleuchtung in den Außenbezirken: Advent essen Seele auf

Joseph Gepp | Stadtleben | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Dass Weihnachten kommt, merkt man in Wien vor allem an der Beleuchtung – je nach Zielgruppe der Einkaufsstraße variiert die Gestaltung: Standardisiert strahlt die Mariahilfer Straße, nonkonformistisch die Neubaugasse, edel der Kohlmarkt.

Die Kleinen ziehen mit: Im 15. Bezirk strahlen etwa Märzstraße oder äußere Mariahilfer Straße in festlichem Glanz. Die Kosten der saisonbedingten Gestaltung teilen sich je zu rund einem Drittel die Wiener Einkaufsstraßen, die Wirtschaftskammer und die Bezirksvertretung.

Für jenes Drittel, das der Bezirk beisteuert, ist in Rudolfsheim-Fünfhaus kein eigener Budgetposten vorgesehen. Das Geld werde also vom (ohnehin nicht hoch dotierten) Kulturbudget abgezwackt, klagt Haroun Moalla, Kultursprecher der Grünen im 15. Bezirk. 40 Prozent der für Kultur vorgesehenen Gelder seien etwa im Vorjahr in die Einkaufsstraßen geflossen. Den Großteil davon investieren die dortigen Geschäftsleute ins Weihnachtslicht.

„Die Kulturförderung im 15. Bezirk funktioniert

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