Doppelte Portion Quereinstieg

Ein Mathematiker und eine Übersetzerin machten eine Schnapsbar auf

Stadtleben | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Florian Holzer beschreibt seit 1988 jede Woche ein neues Lokal

Ich kenne Leute, die wollen nicht gern ins Stuwerviertel. Ich kenne auch Leute, die sind genau deshalb hingezogen. Der Ruf des Grätzels ist dank 100 Jahren Rotlichts einigermaßen am Boden, und zwar so sehr wie sonst in kaum einem anderen Grätzel. Die Euro-08-U-Bahn öffnete das Dreieck zwischen Handelskai, Lasalle- und Ausstellungsstraße einer gewissen Öffentlichkeit, was sich relativ unmittelbar in einigen Lokalneueröffnungen äußerte. Was wiederum als Zeichen eines gewissen Optimismus verstanden werden darf.

Das jüngste Beispiel dafür ist ein etwas ungewöhnliches Beisl namens Lokativ an der Ecke zwischen Arnezhoferstraße und Wolfgang-Schmälzl-Gasse, das der Mathematiker Thomas Staffelmayr und die Dolmetscherin Jasmina Jankovic vergangene Woche eröffneten. Denn nicht nur, dass sich die beiden einer mehr oder weniger zeitgemäßen Formensprache strikt versagten – das weiße Lokal mit schwarzer Bar, roten Barhockern,


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