Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Gaba-Tee

Stadtleben | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Der gesündeste Aminosäurentee auf der ganzen weiten Welt

Man muss den Tatsachen ins Auge sehen und erkennen: Die Leute trinken Tee nicht nur, weil er die Sinne anregt, fantastisch schmeckt und die Seele für Gedanken öffnet, sondern weil sie sich davon Heilung, Gesundheit oder andere, weniger hedonistische Effekte erwarten. Aus diesem Grund wurde etwa vor ein paar Jahren schon sehr viel Pu-Erh-Tee getrunken, Fatburning wurde erwartet, der tolle Geschmack übersehen.

Beim mysteriösen Gaba-Tee, seit einiger Zeit als japanisches Gesundheitsgeheimnis gehandelt und in England oder den USA hoch im Kurs, wird das vielleicht ebenfalls passieren, mit dem Unterschied: Der kann wirklich was. Vor 20 Jahren kam ein japanischer Wissenschaftler nämlich drauf, dass hochwertiger Grüntee, der unmittelbar nach dem Pflücken in Stickstoffatmosphäre verbracht wird, große Mengen an Gamma-Aminobuttersäure (GABA) entwickelt, die gegen unheimlich viele Dinge gut ist: hohen Blutdruck, überhöhte Glukagonsekretion der Bauchspeicheldrüse, Prostatatroubles, Stress, Angstzustände, Ruhelosigkeit und sonst noch so einiges, was gerade in der Vorweihnachtszeit aufzutreten pflegt (okay, das mit der Prostata ist eher weniger jahreszeitlich bedingt).

Das Beste daran ist aber – der Gaba-Tee schmeckt voll interessant: leichte Algennoten, nussig, blumig, im ersten Aufguss sehr zart und frisch, der zweite gibt aromatisch schon mehr Gas.

Gaba-Tee gibt’s zum Beispiel bei Artee (7., Siebensterng. 4, www.artee.at). fH


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