Der programmierte Niedergang

Steiermark | aus FALTER 50/08 vom 10.12.2008

Ein neues Buch beschäftigt sich kritisch mit der Geschichte der steirischen Volkspartei

Rezension: Herwig G. Höller

Als ÖVP-Landesparteiobmann Hermann Schützenhöfer vergangenes Jahr laut verkündete, trotz anderslautender Ankündigung nicht an der Präsentation einer Krainer/Klasnic-Biografie seines Parteifreunds Herwig Hösele teilzunehmen, folgte ein Rauschen im steirischen Blätterwald, war von einem Eklat die Rede. Aber auch mit der nächsten Publikation, die sich nun mit der Geschichte der steirischen ÖVP beschäftigt, dürfte Schützenhöfer keine wirkliche Freude haben.

In „Die steirische Volkspartei oder die Wiederkehr der Landstände“ haben sich die Grazer Historiker Dieter A. Binder und Heinz P. Wassermann in umfangreichen Essays mit der Landes-VP seit 1945 beschäftigt. Während Wassermann eine nüchterne, empirisch angelegte Studie zu jenen printmedialen Bildern liefert, die VP-Wahlkämpfe in der Nachkriegszeit produziert haben, geht der ÖVP-nahe Binder in einer ausholenden


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