Kritik Oper

Götterdämmerung an der Staatsoper

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Viel weniger an Regie geht dann nicht mehr, als Sven-Eric Bechtolf in Wagners „Götterdämmerung“ zeigt – aber nur auf den ersten Blick: An der Staatsoper inszeniert er das Weltenende ohne Neudeutungsintentionen, dafür mit größtem Bedacht auf Wagners Vorgaben und höchster Konzentration auf die Personenführung. Das Drama um einen unschuldigen Verrat und die Macht des Bösen wird so zum Kopftheater. Das funktioniert, weil mit Stephen Gould (Siegfried), Eva Johansson (Brünnhilde), Mihoko Fujimura (Waltraute) und dem herausragenden Eric Halfvarson (Hagen) exzellente Sänger agieren. Und weil Franz Welser-Möst das Orchester zu mitreißend farbiger Plastizität animiert.

Staatsoper, Fr 17.00


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