Kritik

West Side Story: schön traurig

Lexikon | Clara Pfaller | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Nichts für schwache Nerven ist Leonard Bernsteins „West Side Story“, die seit Samstag in der Grazer Oper läuft. Josef Ernst Köpplingers packende Inszenierung zeigt brutal und eindringlich die Details des Bandenkriegs, der durch die Aktualität des Ausländerthemas besonders bedrückend wirkt. Ungemein intensiv auch die traurige Geschichte, von Daniel Prohaska (Tony) und Katja Reichert (Maria) ergreifend gespielt und gesungen. Erfreulich das gesamte Sänger- und Tänzerensemble, das ungemein locker und feurig agiert, großartig choreografiert von Ricarda Regina Ludigkeit. Dirk Kaftan beweist am Dirigentenpult einmal mehr viel Gefühl. Sehr empfehlenswert!

Grazer Oper, Sa 19.30


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