Tiere

Fischers Fritz

Lexikon | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Manche Berufsgruppen wirken so kalt und schuppig, aber tief drinnen sind sie heiß wie ein in Erdnussöl frittiertes Fischstäbchen. Ein Fischzüchter verlegte 1780 sogenannte Alpenlachse in den Zuchtteich eines Nachbarn, weil sein eigener Teich bei einem Hochwasser überflutet worden war. Als er seine Fische zurückholen wollte, war der Teich allerdings leer und das Wasser abgelassen. Der Nachbar hatte auch nur Schuppen auf den Augen und kommentierte eher katholisch: „Vielleicht hat sie der liebe Gott geholt.“ Der Mann zog vor Gericht, aber weil niemand nichts Genaues wusste, wurde die Verhandlung vertagt. Simmering gegen Karpfen-Berg, das ist eben Brutalität!

Was lernen wir daraus? Erstens: Der Alpenlachs ist ein zurzeit gastronomisch bejubeltes und daher gutbezahltes Produkt, das Begierden weckt. Der Alpenlachs ist aber auch ein gelungener Marketingcoup, denn in Wirklichkeit handelt es sich bei diesen Fischen um Saiblinge, die durch karotinhaltiges Futter die typisch rosa-orange


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