„Ich bin kein Sturkopf“

Politik | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner über die Krise im Land und in seiner Partei

Interview: Julia Ortner

Plötzlich prominent, und der Boulevard will Homestorys – das war seltsam für Reinhold Mitterlehner. Seitdem der Vize-Generalsekretär der Wirtschaftskammer und ÖVP-Abgeordnete zum Wirtschaftsminister der neuen rot-schwarzen Koalition aufstieg, wollen auch Frauenmagazine genau wissen: Wie ist der Wirtschaftsliberale denn so privat? Bisher wusste man nur, dass er nicht zum alten Regime von Exkanzler Wolfgang Schüssel gehört und deshalb keine Parteikarriere gemacht hatte. Mitterlehner beschränkte sich bei den Privatgeschichten auf das Katzenrudel, das er in seinem Haus im Mühlviertel versorgt. Jetzt will er nicht mehr über Haustiere, sondern über Politik sprechen.

Falter: Herr Minister, in Ihrer Partei waren Sie lange der Unbequeme, die ewige Zukunftshoffnung. Warum sind Sie jetzt mit über 50 doch noch was geworden?

Reinhold Mitterlehner: Die Möglichkeit hat sich eben


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