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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Wer kann sich noch an die Zeit erinnern, da man als Schüler seine letzten Schillinge zusammenkratzte und eine gebrauchte CD kaufte? Dann kam das Internet, langsam wurden die ersten MP3s gesaugt. Irgendwann war der Secondhand-Musikhändler nur noch eine blasse Jugenderinnerung. Eine kurze Anekdote, die den Untergang der Musikindustrie beschreibt. Dieser Tage kommt aber wieder Bewegung ins Plattengeschäft. In den USA gibt es einen Flohmarkt für digitalisierte Musik. Für ein paar Cent können Internetuser auf Bopaboo.com „gebrauchte“ MP3s kaufen. Klingt gut. Rechtlich gesehen ist das Ganze äußerst umstritten, die Musikindustrie ärgert sich schon jetzt. Abseits des Wirbels ist eines aber klar: Die romantische Jugenderfahrung, dass man sich mit dem letzten Taschengeld Musik aus zweiter Hand kauft, wird es so nicht mehr geben. Egal ob die Teenager auf dubiosen Seiten Alben downloaden oder ein Lied auf YouTube anklicken – Musik ist zwar noch eine Leidenschaft, aber kein Luxusgut mehr.


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