Technik

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Medien | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Urlaubsfotos? Das sind organische Kristalle!

Prüfbericht: Thomas Vašek

Digitale Bilderrahmen zählen zu den Errungenschaften, auf die ich gut und gern verzichten kann. Die Bildqualität ist meist mäßig. Fotos kann man auch komfortabel auf dem Laptop präsentieren. Außerdem habe ich Sympathien für den „analogen“ Bilderrahmen, in dem eben das Lieblingsfoto steckt – und nicht ein paar hundert Urlaubsschnappschüsse. Eine technologische Innovation könnte nun alles verändern. Kodak hat den ersten digitalen Bilderrahmen auf Basis von OLED-Technologie (Organic Light Emitting Diode) auf den Markt gebracht. Die revolutionäre Technik beruht auf organischen Kristallen, die beim Anlegen einer Spannung von selbst zu leuchten beginnen: Der ultradünne Bildschirm kommt daher ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Das 7,6-Zoll-Display bietet größere Farbtiefe und besseren Kontrast als herkömmliche Displays, zudem lässt es sich aus einem 180-Grad-Winkel betrachten. Der eingebaute Umgebungssensor passt die Helligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse an. Auch sonst kann das Teil so ziemlich alles, was man von einem digitalen Bilderrahmen (nicht) erwartet – vom 2-Gigabyte-Speicher über ein hochwertiges Audiosystem bis zur Internetanbindung. Sogenannte „early adopters“, die gerne auf der Bugwelle des technologischen Fortschritts surfen, werden den Preis von rund 1000 Euro für das Kodak-Gadget gern bezahlen. Egal, wie langweilig die Fotos sind – über diesen Bilderrahmen kann man immer reden.

Thomas Vašek ist Chefredakteur des PM-Magazins und rezensiert für den Falter jede Woche Mediengadgets


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