Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

... dass Frau Stenzel ziemlich alles stört. So soll die Kaiserin der Innenstadt gegen eine Veranstaltung der feministischen Zeitung An.schläge im Theater brut Einspruch eingelegt haben („Anschläge“ sei kein schönes Wort für die Künstlerhausfassade). Die neuen Lampen für die Kärntner Straße mag Frau Stenzel auch nicht leiden. Sie sollte erstmal die Musikmeile sehen! Dort stehen grindige Mistkübel auf Komponistengedenktafeln. Ein sauberes Städtchen haben wir hier!

… dass der Steg, über den Julie Delpy und Ethan Hawke im Film „Before Sunrise“ durch Wien stolperten, nun wieder bestolperbar ist. Der Zollamtssteg über Wienfluss und U4-Trasse war fünf Monate lang gesperrt, und Stolpern gibt es nicht: Die Brücke ist jetzt barrierefrei.

… dass der Müll ab 1. Jänner teurer wird. Die Stadt kündigte eine Gebührenerhöhung für Müllentsorgung und Abwasser an, um die zwei Euro monatlich müssen Haushalte dann monatlich fürs Wegwerfen mehr bezahlen.

... dass Architektur nicht für immer ist. So wird demnächst das erst vor wenigen Jahren errichtete, damals natürlich stets als „hochmodern“ titulierte Imax-Kino beim Technischen Museum abgerissen und durch einen Hotelbau ersetzt – Park und die Tiefgarage unterm Kino bleiben allerdings. Was die Entsorgungskosten betrifft, gab es keine Ankündigung. Hat die Stadt das Kino eigentlich subventioniert?

.. dass Klatschpersonal ganz schön biestig sein kann. So sorgt die Weihnachtsbeleuchtung, die ein Schönheitschirurg und seine Gattin an ihrer Villa in den Döblinger Weinbergen angebracht haben, für Ärger mit den Nachbarn. Nun drohte das Duo via ATV mit White Christmas – und erwägt die Anschaffung einer Schneekanone.


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