Die österreichische Oberfläche

Stadtleben | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Alles andere als niedlich: Design für Kinder aus Birkenholz und Lodenfilz

Stilkritik: Christopher Wurmdobler

Vor ein paar Jahren hatte Ikea zwei verschiedene Linien von Kindermöbeln im Programm: Die eine war prächtig, kunterbunt für kleine Prinzessinnen und Prinzen. Die andere war eher spartanisch, sperrhölzern und grau. Die bunten Möbel gibt’s bei den Schweden immer noch, die triste Linie hat man wieder aufgegeben. Aber muss Design für Kinder wirklich immer gleich knallbunt und verspielt sein? Sollen junge Menschen in einer schrillen Barbiepuppenwelt wohnen und – falls sie eher autointeressiert sind – in einer Art Rennwagen übernachten?

Bettenburg und Kastenbahn

Bei Perludi, einem jungen Unternehmen aus Graz, hält man davon wohl nicht viel. Stockbetten werden bei den Designern für Kinder zu Spielburgen und Kuschelhöhlen, Aufbewahrungskisten zu modularen Spielmöbeln, die sich zu Häusern oder Eisenbahnen zusammenstellen lassen. Dabei sind die Objekte auch noch schön, stabil,


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