Wien, wo es isst

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Spittelberg: viel Punsch, Schmalzbrot und Schokowelle

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Vor 20 Jahren war der Spittelberg-Weihnachtsmarkt noch etwas Besonderes: „Alternativ statt Kommerz“ erwies sich als Gegenprogramm zum Rathausplatz und überhaupt waren Adventmärkte damals noch ziemlich frisch. Das Biedermeieridyll sorgte und sorgt für weihnachtliche Hochkonjunktur, von dem nicht wenige der Ateliers ein ganzes Jahr zehren können.

Was den Spittelberg-Weihnachtsmarkt aber sonst noch von den mittlerweile acht anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass hier hauptsächlich ansässige Gastronomen ausschenken – die sich ihres Erfolges einigermaßen sicher scheinen und offenbar längst aufgehört haben, auch nur annähernd originell oder interessant sein zu wollen: Die Punschstand-Dichte ist zwar nirgendwo höher, aber weder Qualität noch Kreation wirken sehr verlockend, vorfabrizierte Schmalz- und Schinkenbrote sorgen für Unterlage – und einige professionelle Standler sind sogar


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