La besondera, il besondero

Stadtleben | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Im tiefen Meidling kochen zwei Italiener so wie in Wien sonst nur wenige

Florian Holzer beschreibt seit 1988 jede Woche ein neues Lokal

Stefano Scarnà lernte das Handwerk des Eismachens von seinem Vater in Palermo, und der hatte es von seinem Vater. In Sizilien arbeite man nämlich mit zwei Grundrezepten, einem für Fruchteis und einem für Cremeeis, im Trentino, Heimat der meisten italienischen Eismacher, nur mit einer. Vor zehn Jahren kam er dann nach Österreich, ohne einen Cent, machte sein Eisgeschäft jenseits der Philadelphiabrücke auf, arbeitete hart.

Die Wiener Gelato-Stars kämen gerne zu ihm, um sein Zitronen- und Pistazieneis zu essen, er genießt diese Achtung sehr. Auch Alessandra Bellissimo (sie heißt wirklich so!) ist seit zehn Jahren in Wien, maturierte hier, studiert technische Chemie, gab dem winzigen Lokal seinen Namen und verleiht ihm nicht zuletzt seinen außerordentlichen Charme.

Vor eineinhalb Jahren erweiterten die beiden ihre Gelateria um eine winzige Osteria mit

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