Das Weihnachts-Menü

Stadtleben | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Ein klassisches Wiener ostmitteleuropäisches Durcheinander von Karpfensulz bis türkischer Honig

Menüberatung: Armin Thurnher

Ostmitteleuropäisches Durcheinander, das Motto scheint einer Wiener Stadtzeitung angemessen. Die Stadt braucht ihre neue Rolle nicht zu finden, sie wird für sie gefunden. Im Weihnachstrubel, mitten unter all den Nachbarn, die in die glänzende Metropole zum Einkaufen kommen, merkt man erst, wo man ist: mitten in Mitteleuropa. Es wird Zeit für die Eingeborenen, auch geistig dort anzukommen.

Hier versuchen wir es kulinarisch: Der gesulzte Karpfen ist eine wienerisch-jüdische Sache, der Borschtsch gehört in die Ukraine und nach Russland, die Kalbsbrust steht für das Wiener Zentrum, hat mit ihrer Knödelfüllung aber ein deutlich böhmisches Spielbein. Und der türkische Honig dient zum Weiterdenken: Wollen wir sie reinlassen, die Türken? Das Mangokompott kann im Sommer durch Weinbergpfirsiche ersetzt werden, aber in dieser Jahreszeit müssen wir uns mit fernen


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