„Das wird niemand verstehen“

Steiermark | aus FALTER 51/08 vom 17.12.2008

Der Künstler Karl Grünling lädt mit „Blau führt in den Tod“ in seine lebendige Welt

Porträt: Tiz Schaffer

Karl Grünling ist ein Künstler vom alten Schlag. Kunst ist für ihn Leben, Leben ist für ihn Kunst. Während die neue kreative Klasse darüber nachdenkt, wie weit man mit der Wirtschaft kooperieren darf, ohne Glaubwürdigkeit zu verlieren, denkt Grünling über Bewusstseinsbildung, Freiheit und Joseph Beuys nach. Hin und wieder auch über sein Konto: „Über die Jahre hat sich ein ziemliches Minus angesammelt.“ Die Boheme war traditionell arm, rebellisch und antibürgerlich. Erwerbsarbeit führte sie nur widerwillig aus, Leistungsdenken war tabu. Karl Grünling ist ein Bohemien.

Grünling wurde 1964 im oberösterreichischen Steyr geboren. In Bad Ischl begann er eine Koch- und Kellnerlehre, die er abbrach. Deprimiert trieb er sich deswegen in einer kalten Winternacht in Salzburg herum und traf auf eine Gruppe von Grazern. Einer von ihnen bemerkte seine Verbände an den Handgelenken,


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