Das war Jörg Haider

Computerspiel, Thujen und Vodka: Jetzt blüht das Haider-Business

Wirtschaft: So clever wird Haiders Tod vermarktet

Extra | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Nach Jörg Haiders Unfalltod versank ein Bundesland in Trauer. Kaum war Kärntens Sonne untergegangen, ging findigen Geschäftemachern ein Licht auf: Souvenirs, Souvenirs!

Klagenfurt/Bärental. Es ist ähnlich wie bei 9/11: Nach dem tragischen Unfalltod von Jörg Haider will ein ganzes Land sein Mitgefühl ausdrücken. T-Shirts mit dem Konterfei des Landeshauptmanns gingen weg wie warme Semmeln.

Jetzt hat BÖSTERREICH den ultimativen Shopping-Guide für Haider-Fans und Kärnten-Patrioten zusammengestellt.

Ein Spielkonsolehersteller hat nun das spannende Action-Game „Phaeton“ auf den Markt gebracht. Spieler fahren die Originalstrecke von Velden nach Klagenfurt bis zur Unfallstelle und müssen dabei komplizierte SMS-Rätsel lösen.

Ein Andenkenladen in Maria Saal bietet Medaillons mit in Kunstharz eingegossenen Lackpartikeln des Unfallwagens an. Baumärkte haben die original Fassadenfarbe des von Haider gestreiften Hauses in ihr Sortiment aufgenommen; Baumschulen züchten Ableger der Thujenhecken an der Unfallstelle.

Auch die Gastronomie hat reagiert. Szenelokale kreierten spezielle Memory-Drinks auf Vodkabasis: „1,8“ (ein Teil Wasser, acht Teile Vodka!), „Träne vom Wörther See“ oder „Vollgas“.

Ganz neu für Buben und Mädchen: Jörg-und-Petzner-Puppen, Pixi-Buch und Phaeton-Modellautos.

(red)


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