Neu im Kino

Adam Sandler träumt Bedtime Stories

Lexikon | Michael Pekler | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Die letzte Weihnachtskomödie dieses Jahres ist die dümmste. Dass das kein Urteil, sondern ein Kriterium ist, liegt an "Big Daddy" Adam Sandler, der kraft seiner Lebensrolle als grenzdebiler Underdog diesmal als betrogener Erbe seit 25 Jahren im eigenen Hotel als Elektriker schuftet. Das ist eine Rolle, die früher einmal Jerry Lewis gespielt hätte, doch mit dem amerikanischen Traum - und von nichts anderem erzählt "Bedtime Stories" - kann schon längst nicht mehr derart zynisch verfahren werden. Für den Hotelboy von heute erfüllt sich dieser also in Form von Gutenachtgeschichten, die er dem Nachwuchs der Schwester zu erzählen hat - doch wahr wird das Happyend leider nur aus dem Kindermund. "Save the day, get the girl!" lautet denn auch die Devise, die das Mädchen für alles durch zahlreiche Fantasiewelten geleitet. Hier gebiert der amerikanische Mythos als wirklichen Helden nicht den träumenden Tor, sondern ein maunzendes Meerschwein.

Ab 25.12., in den Kinos (OF im Haydn)


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