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Probleme beim Kuscheln: "wohnen. unter glas"

Lexikon | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

WG-Trio, zehn Jahre später

Wenn der Mann beim Sex einschläft, kann sich die Frau zur Not auch selbst befriedigen. Aber was tun, wenn er beim Kuscheln wegpennt? Um solche Probleme geht's in "wohnen. unter glas" vom Oberösterreicher Ewald Palmetshofer, der Dramatikerentdeckung der vorigen Saison. Drei Leute, die als Studenten eine WG geteilt haben, treffen einander als desillusionierte Thirtysomethings wieder. Babsi und Jeani (Bettina Kerl, Katja Jung) belauern einander eifersüchtig und lauschen andächtig den wirren Monologen von Max (Thiemo Strutzenberger), in denen dieser etwa vom Frustshoppen bei Saturn erzählt: "Nie mehr unpolitisch geil sein!" Regisseur Sebastian Schug hat sehr genau und immer wieder auch sehr witzig inszeniert. In seinem letzten Monolog sieht es so aus, als würde Max auf den Worten surfen; ungefähr so lässig ist der ganze Abend. WK

Schauspielhaus, Wiederaufnahme 3.1. 20.00


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