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Nature Morte, kräftig gewürfelt

Lexikon | Nicole Scheyerer | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Stillleben über Stillleben heißt es in der Ausstellung von Georges Braque (1882-1963), der sich zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn für starke Farben begeisterte. Im ersten Teil der sehenswerten Ausstellung hängen heitere Hafen- und Hügelansichten aus Braques fauvistischer Phase. Unter dem Einfluss von Cézanne und Picasso beginnt der Künstler kurz darauf, Landschaften auf geometrische Formen zu reduzieren. In den konstruierten Bildern tritt die Tektonik der Sujets reliefartig hervor. "Wie eine Seilschaft in den Bergen" beschrieb der Künstler seinen engen Austausch mit Picasso ab 1909. Die Schau zeigt beachtliche Werke aus der Phase des analytischen Kubismus, etwa "Geige und Palette", das Bildillusion und deren Zerstörung gleichzeitig integriert. Wenig später besann sich Braque auf seine Ausbildung als Dekorationsmaler und begann in seinen Collagen neben Wortfetzen auch Zeitungsausschnitte oder Holzimitate zu verwenden. Braques Werk blieb bis zuletzt wechselvoll und interessant.

Bank Austria Kunstforum, bis 1.3.


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