Fast so natürlich wie aus Omas Gewürzgarten

Politik | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Wie die Produzenten der Modedroge Spice Konsumenten und Drogenfahnder hinters Licht führten

Bericht: Ingrid Brodnig

Ein Traum für Kiffer: Man geht in den Hanfshop, blättert drei Scheine hin und bekommt ganz legal Grünzeug, das richtig fährt. Spice macht das möglich. Seit zwei Jahren verkaufen österreichische Hanfshops Plastiksackerln mit Namen wie "Spice Gold", "Sence", "Genie". Eine "Gewürzmischung" offiziell zum Verräuchern, inoffiziell, um abzuheben. "Es fühlt sich an wie ein Joint. Es riecht nur anders", sagt ein Wiener, der Spice rauchte. Für 22 Euro kaufte er das Päckchen im Hanfshop seiner Wahl.

Doch Spice ist eine Lüge. Die Packung setzt auf den Bioschmäh, verspricht exotische Kräuter wie "Blue Lotus", "Indian Warrior" oder "Lion's Tail". Tatsächlich ist aber Chemie beigemischt. JWH-018 heißt die Substanz. Sie wird dem Grünzeug in den Plastikbriefchen beigemengt und sorgt für ein High, das an Cannabis erinnert.

Seit einer Woche ist das bekannt. Das Gesundheitsministerium


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige