Das Blut des "Tobenden" haben Gemeindearbeiter längst weggewaschen

Politik | Stefan Apfl | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

In Favoriten steht ein Krone-Fotograf unter einem EU-Schirm im Schneeregen und fragt sich wohl, was er hier soll. Das Blut haben Gemeindearbeiter vor der Troststraße 60 schon weggewaschen. Wega-Polizisten hatten hier Mittwoch früh nach einer "Verfolgungsjagd" einen "Tobenden" gestellt, so schreiben es die Gazetten am Tag danach. Zwölf Schüsse hatten die Beamten gebraucht, um einen Mann zu stoppen, der einen Kollegen niedergeschlagen hatte und danach mit einem Messer bewaffnet vor ihnen herging. Eine Kugel schlug neben dem Friseursalon Ephesos ein, eine andere in ein Auto, vier trafen den Flüchtigen. Als Herr Ramazan in seinem Dönergeschäft die Schüsse hörte, ging er auf die Straße. Weil der Türke kaum Deutsch spricht, übersetzt Herr Caliska vom Handyshop nebenan. Er gibt selbst bald auf und holt seine junge Frau. Ihr erzählt Herr Ramazan, was schon in der Zeitung steht, während der Krone-Fotograf sie knipst. Sie sei schöner anzusehen als der Herr am Spieß.


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