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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Manche Dinge braucht wirklich niemand. Und trotzdem will man sie unbedingt haben. Wie zum Beispiel den Nabaztag. Nabaztag heißt auf Armenisch Hase. Das gleichnamige Produkt stammt allerdings nicht aus dem Kaukasus, sondern aus Frankreich. Es ist der letzte Schrei im Internet: ein Plastikhäschen, 23 Zentimeter hoch und mit schnuckeligen Ohren. Hinter dem verspielten Design verbirgt sich ein Multifunktionstier: Den Hasen kann man zum Beispiel im Wohnzimmer aufstellen, er liest einem dann die neuesten Nachrichten aus dem Netz, E-Mails oder Webseiten vor. Klingt nach einem netten Weihnachtsgeschenk - bis auf die Tatsache, dass das Ding mindestens 100 Euro kostet. Trotzdem hat Nabaztag bereits eine Fangemeinde. Der falsche Hase ist nämlich ein liebevoll gemachtes Produkt. Es schaut herzig aus und gibt einem den Eindruck, dass der Alltag bequemer wird. Viel zu wenige Produkte sind so ausgefallen. Schade eigentlich. Denn die Nabaztagisierung unseres Wohnzimmers wäre doch eine tolle Sache.


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