Technik

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Beam me up, mein Pico-Projektor!

Prüfbericht: Thomas Vašek

Es gibt digitale Geräte, die sind wie manche Bürokollegen - unauffällig, aber unverzichtbar. Sie versprühen kein Charisma, sondern halten sich im Hintergrund und erledigen still und leise ihren Job. Bemerkbar machen sie sich eigentlich nur, wenn sie einmal nicht funktionieren. Zu dieser Art Geräte gehören digitale Projektoren, vulgo Beamer. Hässlich und schwer sind sie. Von Sexyness keine Spur. Und doch: Ohne Beamer kein Heimkino, keine Powerpoint-Präsentation.

Bisher hatten digitale Projektoren einen entscheidenden Nachteil: Selbst die kleineren Exemplare passten kaum in eine Aktentasche.

Das soll sich nun ändern. Sogenannte Pico-Projektoren, z.B. der Dell M109S oder der Optoma Pico PK-101, haben die Größe eine Taschenbuchs, werden mit Batterie betrieben und wiegen kaum ein halbes Kilogramm. Die Portabilität geht natürlich auf Kosten der Leistung. In Sachen Lichtstärke können sie sich mit ihren größeren Kollegen nicht messen - nur in dunklen Räumen ist die Bildhelligkeit wirklich befriedigend. Dafür kann man etwa den Optoma nicht nur mit Laptops, sondern sogar mit kleinen Gadgets wie dem iPod oder mit Digitalkameras kombinieren.

Die Zukunft des Displays liegt womöglich im Beamer: Mit den Miniprojektoren lassen sich Präsentationen oder Videos auf jede verfügbare Fläche werfen - von der Wand im Hotelzimmer bis zur Rückenlehne im Flugzeug. Aus dem langweiligen Bürokollegen wird ein Kumpel für unterwegs.

Thomas Vašek ist Chefredakteur des PM-Magazins und rezensiert für den Falter jede Woche Mediengadgets


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