Im Schatten des Windes treibt der Engel sein Spiel

Feuilleton | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Der jüngste Roman von Bestsellerautor Carlos Ruiz Zafón könnte zum meistverschenkten Schmöker des Jahres werden

Buchkritik: Edgar Schütz

In Zeiten des globalen Erstaunens darüber, wie viel Geld Banker in den Sand setzen können, sollte man absurde Summen eigentlich gewohnt sein. Dennoch verwundert es, wie tief der S. Fischer Verlag in die Tasche griff, um sich die Rechte für die deutsche Ausgabe von "El Juego del Angel" des spanischen Erfolgsautors Carlos Ruiz Zafón zu sichern. Waren es nun drei Millionen Euro, wie der Verlag einräumte? Oder doch fünf, wie der Spiegel vermutete?

Der Marketingaufwand ist jedenfalls gewaltig. Seit mehreren Wochen wird das gute Stück in Buchhandlungen prominent und mit allerlei Werbefirlefanz im kollektiven Gedächtnis verankert. Schon die Präsentation im Gran Teatre del Liceu, der Oper von Barcelona, geriet zu einer effektprallen Show, bei der deutschen im Babylon-Kino von Berlin wurden immerhin 15 Euro Eintritt kassiert. Und der Trailer (siehe YouTube!)


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