Stadtrand

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Trinken und Geld geben zum Jahreswechsel

Trinken soll der Mensch und nicht zu knapp - weil's doch so gesund ist! Trinkgeld geben soll er auch, zumindest jenen, die darauf angewiesen sind. Und es sich verdient haben, denn automatisch gibt es kein Extrahonorar, erst recht nicht in Zeiten knapper Kassen. Zehn Prozent im Kaffeehaus sind in Ordnung - zumindest wenn einen der Ober nicht ganz wie den letzten Dreck behandelt. Die Männer von der Müllabfuhr sollten - apropos! - natürlich auch was bekommen zum Jahresende. Wieso? Weil sie sonst mit Sicherheit im nächsten Jahr den Zusatzpapiermüll neben der grünen Tonne ignorieren. Und wenn der Postler Pakete und Einschreiben bis zur Wohnungstür bringt (statt Abholzettel in den Briefkasten zu werfen), kriegt er ein Weihnachtsgeld. Rauchfangkehrer, die lieber hübsche Wandkalender als fiese Rußflecken hinterlassen, ebenfalls. Sogar die Hausbesorger bekommen was, trotz der ausnehmend hässlichen Weihnachtsdeko im Stiegenhaus. Wer mal wieder kein Trinkgeld bekommt zum Jahresende: der Autor dieser Zeilen. Darauf trinkt er jetzt einen. Und auf Sie!


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