Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

... dass James Bond einmal in der Währinger Straße war. Oder Harry Lime aka der Dritte Mann unter dem Karlsplatz. Oder die beiden Langweiler aus "Before Sunrise" am Franziskanerplatz (mit Falter-Redakteur Klaus Nüchtern im Hintergrund, schauen Sie mal genau hin!). Damit Wien auch auch weiterhin beliebter Drehort bleibt, hat Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny die Vienna Film Commission gegründet. Vorsitzende des Lobbyingvereins wird, wie vergangene Woche bekanntgegeben, Marijana Stoisits, ehemals Mitarbeiterin bei Spiegel-TV. Muss Batman eigentlich immer nur Gotham City retten?

… dass die Kinderstadt Minopolis in der Donaustadt im Februar voraussichtlich zusperren wird. Sie schreibt Verluste, nun verstärkt durch die Finanzkrise. Die katholische Jungschar begrüßte das Ende von Minopolis, es habe für den "Glauben an den unbegrenzten Kapitalismus" gestanden. Hintergrund: Auf den Spielsachen waren mitunter die Markenlogos der Sponsoren angebracht.

… dass die Familie Sekowitsch in Finanznöten ist. Boxstar Edip Sekowitsch wurde am 26. August ermordet. Die Stadt widmete ihm ein Ehrengrab, stellte der Familie aber eine Begräbnisrechnung von 5300 Euro aus. Der Nachlass ist nicht geklärt - das Geld nicht da. Jetzt wurde ein Spendenkonto eingerichtet ( www.edip.at). Sekowitsch hat zwei WM- und einen EM-Titel nach Österreich geholt.

... dass der Toboggan, die altehrwürdige Praterrutsche, neu eröffnen wird. Vergangenen Mittwoch lud Eigentümer Samy Konkolits zur Gleichenfeier der weltältesten Rutsche von 1913. Seit Oktober wird daran gebaut. Noch einen Winter hätte das Gebälk nicht überlebt, meinte Konkolits - das Fundament drohte schon abzusinken.


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