Fußball

Ein großes Fußballjahr. Subjektiv gesehen

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Es war ein gutes Jahr. Zumindest das Fußballjahr hätte nicht besser laufen können: Okay, der Sportklub ist wieder nicht aufgestiegen, und Hickersbergers überraschend wackere Truppe hat das Wunder von Wien dann doch deutlich verfehlt. Aber mit einem Fußballjahr, in dem Rapid in Salzburg 7:0 gewinnt und Meister wird, in dem Manchester United die Champions League holt und in dem dann auch noch Spanien im EM-Finale Deutschland besiegt, kann man schon sehr zufrieden sein. Zugegeben: Ein Deutscher, dessen Herz für Austria Wien und Chelsea schlägt, wird das anders sehen. Aber gibt es so jemanden überhaupt? Und wenn ja: Hätte er ein Herz? Auch wenn es schwerfällt, sich in sie hineinzuversetzen: Es gibt solche Leute, und natürlich haben auch sie Gefühle. Es muss ein Scheißjahr für sie gewesen sein. Mein herzliches Beileid, har har!


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