Goldene Nasen: Was Menschenrechte kosten

Steiermark | aus FALTER 52/08 vom 23.12.2008

Die öffentliche Hand lässt für eine vom ORF geleitete Porträt-Ausstellung 600.000 Euro springen

Bericht: Donja Noormofidi

Der Bundespräsident war da, der Landeshauptmann und der Bürgermeister auch - alle durften salbungsvolle Worte sprechen, sogar UN-Generalsekretär Ban Ki-moon meldete sich per Videobotschaft. Die Eröffnung der Ausstellung "Facing Nations" am 9. Dezember in der Messehalle A war eine jener Veranstaltungen, auf denen sich Politiker gerne zeigen: Der Künstler Oskar Stocker hatte 124 Porträts von Grazern gemalt, die aus 124 Nationen stammen. Anlass war der 60. Jahrestag der UN-Menschenrechtserklärung, eine groß angelegte Werbekampagne sollte Graz als mulitkulturelle Menschenrechtshauptstadt positionieren.

Insgesamt war der Stadt diese Aktion 200.000 Euro wert, das Land steuerte 275.000 Euro bei, den Rest der 600.000 Euro Projektkosten übernimmt der Bund. Die Mittel gingen an den Projektleiter ORF, der damit neben der elftägigen Ausstellung eine Doku zum Thema "Menschenrechtsstädte

  646 Wörter       3 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige