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Lexikon | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Philosophie

Tim Crane: Intentionalität. Sechs Essays zur Philosophie des Geistes.

Fischer, 238 S., € 17,50

Der Brite Tim Crane führt exemplarisch vor, wie kreativ sich nach dem Ende der ideologischen Lagerkämpfe die angelsächsische Tugend der Klarheit in Argumentation und Terminologie mit kontinentalen Theorien vereinen lässt. Auf die alte Frage, was den Geist eigentlich vom Rest der Schöpfung unterscheide, hatte Franz Brentano im 19. Jahrhundert eine einfache Antwort gegeben. Alle geistigen Prozesse seien "intentional", das heißt: Sie handeln von etwas, sind auf etwas gerichtet - sei es auf ein vorgestelltes oder physisches Objekt.

Das gilt heute fast einvernehmlich als überholt: Schmerzen, so lernt jeder Student, handeln von nichts, und Stimmungen wie Traurigkeit sind auf nichts gerichtet. Crane erhebt hier Einspruch: Wir "haben" nicht einfach Schmerzen, wir nehmen diese auch immer in bestimmter, veränderbarer Weise wahr.

Wer die Geduld aufbringt, Cranes Argumentation zu folgen,


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