Vor 20 Jahren im Falter

Wie wir wurden, was wir waren

Falter & Meinung | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Eine Revolution, eine Hinrichtung und eine Neueröffnung

Ein neues Jahr leitet man am besten mit einem Jubiläum ein. 200 Jahre Französische Revolution - das war einmal etwas Schönes, Rundes und Bedeutendes. Der Untertitel zu Michel Cullins Essay "Die immerwährende Revolution" erfasste es ganz richtig. "Frankreich feiert das ganze Jahr 1989 hindurch seine, Große Revolution'. 200 Jahre nach dem Sturm auf die Bastille wirkt die Revolution als Nostalgie, aber auch als Auftrag für gesellschaftliche Veränderungen." Und gleich zitierten wir, in Unkenntnis der Dinge, die dieses Jahr für uns noch bereithalten würde, Michail Gorbatschow, der vor der Uno sagte, die Französische Revolution habe das Denken der Welt nachhaltig geprägt.

Zwei Seiten weiter interviewte Cullin den Doyen der österreichischen Jakobinerforschung, Ernst Wangermann, damals Ordinarius für österreichische Geschichte an der Uni Salzburg. Auf die Frage, ob die Revolution beendet sei, antwortete dieser: "Mag sein, dass


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