Kolumne

Der Gasstreit als Fortsetzung des Kaukasuskrieges

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Niemand weiß, wie viele ukrainisch-russische Gasverträge es gibt und wer welche Zusatzabkommen hat. So beklagt der tschechische Außenminister und EU-Ratsvorsitzende Karel Schwarzenberg das juristische Chaos, das den Energienotstand in halb Europa begleitet. Manche vermuten eine Verschwörung der Oligarchen rund um die Mittlerfirma RosUkrenergo. Das geheimnisvolle Unternehmen wird abwechselnd verdächtigt, Milliarden für Wladimir Putin, dessen ukrainischen Gegenspieler Viktor Juschtschenko oder ganz einfach "die Mafia" zu scheffeln.

Die gefährliche Ausweitung des alljährlich wiederkehrenden Preispokers zwischen Moskau und Kiew zum kontinentalen Kräftemessen zeigt, wie instabil der Raum östlich der EU geworden ist. Nach dem Kaukasuskrieg vom vergangenen Sommer erlebt Europa zum zweiten Mal, mit welch rasender Geschwindigkeit sich die seit dem Zerfall der Sowjetunion unbewältigten Probleme zur akuten Krise ausweiten können.

In der Ukraine droht der erbitterte Führungsstreit zwischen

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