Obama, der Krieger

Politik | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Gaza, Afghanistan, Irak: Der neue US-Präsident erscheint als Messias. Aber er ist bis an die Zähne bewaffnet

Analyse: Ulrich Ladurner

Der Klimawandel, die Rezession, die Banken, überhaupt das Geld - nichts ist mehr so, wie es einmal war. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Da kann man von Glück reden, dass zumindest auf den Kalender Verlass ist. Stunde folgt auf Stunde, Tag auf Tag, und so, Gott sei es gedankt, wird es tatsächlich geschehen, dass Barack Obama als 44. Präsident der USA vereidigt wird. Endlich, wir können es nicht mehr erwarten, zu tief ist die Krise, zu quälend die Schwäche der Weltmacht USA, ganz zu schweigen von der Leichenbittermiene des scheidenden Präsidenten George W. Bush. Es ist nicht zum Aushalten. Wir sind bereit für den Erlöser.

Willkommen im echten Leben

Obama bekommt als Antrittsgeschenk einen Krieg serviert. Die israelische Armee marschiert in Gaza ein, die dort regierende Hamas gibt nicht klein bei. Beide Seiten schießen aus allen Rohren, die Lage


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