Wie Juden und Araber in Wien versagen

Politik | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Statt zu deeskalieren, gießen Vertreter von Kultusgemeinde und islamischer Glaubensgemeinde Öl ins Feuer

Analyse: Stefan Apfl

Wieder einmal brennt es im Nahen Osten. Und wieder springen die Funken auf Europa über. In Frankreich haben Unbekannte einen Anschlag auf eine Synagoge verübt. In Italien rufen Gewerkschafter dazu auf, nicht bei Juden einzukaufen. Tausende Demonstranten marschieren täglich für eine der Konfliktparteien durch Europas Städte.

In Österreich ist die Situation unter Kontrolle, sehen wir von Demonstrationschören wie "Kindermörder Israel" und brennenden Israel-Flaggen ab. Den Vertretern von Muslimen und Juden ist die Ruhe nicht zu verdanken. Sie versagen dieser Tage. Anstatt im Dialog zu Selbstkritik und zu Versöhnung aufzurufen, zementieren sie mit ihrer einseitigen Parteinahme die verhärteten Fronten.

Anas Schakfeh ist der Chef der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGIÖ). In einem Standard-Interview bezweifelt er subtil Israels Existenzrecht, indem er meint,


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