"Den Menschen fehlt die Sicherheit"

Politik | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Der Wirtschaftspsychologe Erich Kirchler über kollektive Ängste und Irritationen in Zeiten der globalen Krise

Interview: Julia Ortner

Der Mensch und die Wirtschaft - mit diesem komplexen Verhältnis beschäftigt sich der Wirtschaftspsychologe Erich Kirchler an der Uni Wien. Bei seiner Arbeit geht es vor allem um eines: finanzielle Entscheidungen. Die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen sind daher auch für seine Forschung eine interessante Erscheinung.

Falter: Herr Professor Kirchler, viele fürchten sich vor der Wirtschaftskrise. Wie groß ist jener Anteil der Krise, der sich auf die bloße Angst der Menschen davor zurückführen lässt?

Erich Kirchler: In Zeiten der Stabilität hat die Psychologie keinen besonderen Einfluss auf die Wirtschaft. Doch wenn die wirtschaftliche Lage instabil ist, ändert sich das grundsätzlich: Nun spielen etwa auch Meldungen über Morde auf der Titelseite der New York Times eine unmittelbare Rolle für die Börsenkurse. Psychologie beeinflusst das Geschehen


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