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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Ein paar Klicks und schon hat man auf der Freundschaftsplattform Facebook einen neuen Kumpel gefunden. Doch was ist so ein virtueller Freund wert? 37 Cent sagt Burger King. Die Fast-Food-Kette macht derzeit Schlagzeilen mit einer konfrontativen Werbeidee: Sie bietet amerikanischen Facebook-Usern einen Gratis-Whopper im Wert von 3,70 Dollar an, wenn sie sich dafür von zehn Facebook-Freunden trennen. "Whopper Sacrifice" nennt die Fleischlaberlkette das. Unter www.whoppersacrifice.com wurden schon mehr als 185.000 Freunde geopfert. Im Zweifelsfall war der Burger eben wichtiger als die Beziehung. Trotzdem wäre es verquer, von dieser Werbeidee auf den Verfall der Sitten zu schließen. Facebook-Freunde sind eben inflationär. Wer über 200 "Freunde" hat, kann wohl auf Nummer 201 verzichten. Ansonsten gibt es noch immer Plan B: Wer sich mit einer Bekanntschaft auf Facebook "entfreundet" hat, kann sie ja immer noch auf MySpace, StudiVZ oder Xing kontaktieren. Wahre Freunde können schließlich auch vergeben.


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