Ausweitung der Kampfzone

Medien | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Im Gazakrieg werden Journalisten ausgesperrt. Blogs, YouTube und Facebook ersetzen ihre Arbeit kaum

Text: Martin Gantner

Hören Sie die Flugzeuge?", fragt Karim El-Gawhary mit lauter Stimme ins Telefon. "Vielleicht knallt's gleich wieder." El-Gawhary steht am Rand einer belebten Straße der geteilten Stadt Rafah. Er befindet sich auf der ägyptischen Seite, möchte jedoch in den palästinensischen Stadtteil hinüber. El-Gawhary ist Korrespondent des ORF im Nahen Osten, und er ist frustriert. Der Grund: Der seit knapp drei Wochen andauernde Krieg im Gazastreifen findet ohne ihn und seine Kollegen statt. Die israelische Armee hat ausländischen Medienvertretern den Zugang zu dem 40 Kilometer kleinen Landstrich schon vor zwei Monaten, also lange vor den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen, untersagt. Während die Zivilbevölkerung nicht aus dem Krisengebiet rauskann, kommen die Journalisten nicht hinein. El-Gawhary nennt den Gazastreifen deshalb ein großes Freiluftgefängnis und den


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