Schicksalsgemeinschaft nach dem Selbstmord

Feuilleton | aus FALTER 03/09 vom 14.01.2009

Wer bleibt, bleibt traurig: Mit "März" gelingt dem Autor und Regisseur Händl Klaus ein bemerkenswertes Spielfilmdebüt

Rezension: Maya McKechneay

Bei Händl Klaus muss man sich nicht entschuldigen, wenn man wegen des Lärmpegels im Café Prückel das Gespräch lieber von Hand mitschreibt. Händl Klaus macht sich nämlich auch Notizen. Und zwar mindestens so viele wie die Interviewerin selbst.

Mit einem roten Füller schreibt er in Mikroschrift einen Zettel voll, immer, wenn ihm etwas einfällt, das er brauchen könnte für das Opernlibretto, das er gerade vollendet, oder für den nächsten Film, dessen Titel - auf keinen Fall! - verraten werden darf.

Es fällt ihm ständig etwas ein, sodass er zeitgleich von den unterschätzten Filmen eines Claude Sautet schwärmen kann, während er das letzte weiße Eckchen auf dem Probenzettel des Burgtheaters findet und mit klitzekleinen Wörtern füllt.

Apropos Probenzettel: Ein Schauspieler ist der Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor und Regisseur


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